Autobahnkirche „Christophorus“

Ansichten und Einsichten

Textfeld: Innenansicht bei Nacht

Projektplanung und Projektbetreuung:  Architekten   Mennerich/Morese

Entwurf des Altars

Das Kirchengebäude

 

Die Kirche ist eine Gemeinschaft der Gläubigen - der Herr sagt: "Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte." (Matthäus 18, 20)

Anlass für die Idee zur Autobahnkirche Christophorus - vom Wendeburger Pfarrer Otto Pfingsten - war der in Hannover stattfindende "30. Deutsche Evangelische Kirchentag". 

Der Kirchentag, vom 25. bis 29.05.2005, hat eine große Bedeutung für die evangelischen Christen in Deutschland. Zusätzlich ergibt sich eine Ausstrahlung auf die Christen in Deutschland und auch weit darüber hinaus. 

Die Botschaft der Kirchentages "Wenn dein Kind dich morgen fragt..." (5.  Mose 6, 20) weist weit in die Zukunft.

 

Zum Kirchentag in Hannover werden viele Gäste erwartet, aus Norden und Süden, aus Westen und Osten. Eine Hauptzufahrtstrecke aus östlicher Richtung ist die Autobahn BAB2 mit der Autobahnraststätte "Zweidorfer Holz". 

 

Dadurch angeregt, begannen die Planungen für eine Autobahnkirche, als örtlicher Beitrag für den Kirchentag. Die Kirche soll zu den Menschen gehen, am "Zweidorfer Holz" sind viele Menschen anzutreffen.

 

Es begann der Weg durch die "Instanzen", alle stimmten zu: der Kirchenvorstand, der Grundstückseigentümer, die Gemeinde Wendeburg, der Landkreis Peine, das Land Niedersachsen. 

 

Zu suchen und zu finden war eine architektonisch ansprechende, technisch und wirtschaftlich machbare Gestaltung für die "flüchtige" Kirche, die von der Einweihung am Pfingstmontag (nur) einige Zeit über den Kirchentag hinaus den Gläubigen zur Verfügung steht. 

 

Die Vorschläge der Architekten Wilke Mennerich, Hamburg, und Sandi Morese, Braunschweig, haben Gestalt angeommen und zur verwirklichten Christophoruskirche geführt. 

 

Das Kirchengebäude steht in einer planerischen Einheit mit dem Glockenturm. 

Der Name Christophoruskirche ergab sich von selbst, die Autobahn, der Verkehr, die Reisenden, alles weist auf den Heiligen Christophorus.

Der Weg, vom Autobahnparkplatz herangeführt, ist auf dem Gelände als Steg hergestellt. 

Die Glocke am seitlich errichteten Glockenturm erinnert ans Gebet oder ruft zu Andacht oder Gottesdienst. 

Die Christophoruskirche, das Gebäude, ist als Kubus erstellt, je 1 0 Meter breit, lang und hoch. 

Die Umfangs-"Wände" bestehen aus wetterfesten hellen Gewebebahnen, darin eine "Wand" mit großem farblichen Kreuz gestaltet. 

Der Innenraum des Gebäudes ist lediglich entlang der Umfangs-"Wände" mit Gewebebahnen überdacht, damit bleibt in der Mitte ein Viereck offen, um innen und außen, Land und Luft - Erde und Himmel, zu verbinden. 

Der inmitten stehende Altar ist, wie das Gebäude, ebenfalls kubisch ausgeführt.

 

Die Kirche lebt - die Menschen gestalten das kirchliche Leben und die Menschen nehmen teil am kirchlichen Leben. 

Dem Aufruf des Pfarrers an die kirchlichen Gruppen, an weitere christliche Kirchen, an die örtlichen Vereine, Verbände und Organisationen folgte ein reichhaltiges Echo. 

Zu den kirchlichen Handlungen kommen viele von Laien mit Leben gestaltete Stunden. Zur Erbauung, zur Festigung des christlichen Glaubens gibt es reichhaltige Möglichkeiten. 

Aber auch die Gäste können sich betätigen, Kerze anzünden, beten, in der Bibel lesen, Gespräche führen.